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Komar Magazin

Zusammen in die Zukunft

In Bayern daheim, in der Welt zuhause

Mit Kunden und Partnern in über 100 Länder zählt die Firma Komar aus Kolbermoor zu den weltweit führenden Tapetenherstellern. In nachfolgendem Interview geben CEO Sabine Komar-Häusler und ihr Sohn Matthias Häusler Einblicke in die über 50-jährige Firmengeschichte und erklären, warum ihnen ihre Heimat trotz allem internationalen Erfolg so wichtig ist.
Matthias Häusler und Sabine Komar-Häusler

Q: Liebe Frau Komar-Häusler, lieber Herr Häusler, derzeit sind im Rahmen der Ausstellung „Made in Rosenheim“ in der städtischen Galerie in Rosenheim Biografien über Beckenbauer und Sepp Maier vom Komar-Verlag zu sehen. Wie kam dies zustande?

SKH: 1967 wurde das Unternehmen von meinem Vater Gerhard Komar als Firma „Komar – Werbung & Verlag“ gegründet. Damals erschienen Bücher über weltbekannte Fußballprofis wie Gerd Müller, Sepp Maier, Franz Beckenbauer oder Berti Vogts. Ich kann mich noch heute daran erinnern, dass ein offensichtlich sehr sportlicher und lustiger junger Mann in unserem Garten Fußball gespielt hat. Später habe ich dann erfahren, dass der Maier Sepp ein großer Star beim FC Bayern ist, über den mein Vater dann ja auch ein Buch veröffentlicht hat (Mensch Maier).

Q: 1976 hat Komar die ersten Fototapeten auf den Markt gebracht. Welche Motive waren damals modern?

SKH: Die beliebtesten Motive waren Wälder, Strände und Sonnenuntergänge. In meinem Kinderzimmer hatte ich eine Dschungeltapete und in der Küche war eine Fototapete mit Blumenwiese und Kirche.

Q: Komar ist heute ein Weltunternehmen, die Fototapeten schmücken die Wände in Moskau, Hongkong oder Bogota. Mit Walt Disney verfügen Sie über einen der weltweit größten Lizenzpartner. Herr Häusler, wäre ihr Großvater stolz?

MH: (Grinst) Das hoffe ich sehr. Wir hatten eine sehr enge Verbindung. Deswegen freut einen der Gedanke umso mehr, dass er heute vermutlich sehr stolz wäre.

Q: Was fasziniert Sie am meisten an Ihrem Produkt?

MH: Das faszinierendste für mich ist die Wirkung, die durch Fototapeten innerhalb eines Raumes erzeugt wird. Den Menschen eine Freude zu machen, weil sie ihren wichtigsten Ort durch unsere Produkte verschönern können, das macht uns alle wahnsinnig glücklich.

Q: Wie lauten die derzeitigen Trends?

SKH: Gerade haben wir mit RAW eine neue Kollektion veröffentlicht. Wir sehen bei der Einrichtung einen Trend bezüglich klarer, heller Grundtöne, welche dann mit Fototapeten in zarten Pastellfarben oder eleganter Stuck- und Marmor-Optik kombiniert werden. Dies haben wir mit unserer neuen RAW-Kollektion möglich gemacht.

Q: Ihre zahlreichen Kundenkontakte bringen eine hohe Reisetätigkeit Ihrerseits mit sich. Ist dies zuweilen ein Problem für Sie?

SKH: Nein, zum Glück keinesfalls. Ich liebe das Reisen. Ich bin fast monatlich in Moskau, wo wir ein Tochterunternehmen besitzen. Aber ich liebe auch alle anderen Städte und Länder und fühle mich gewissermaßen in der Welt zuhause.

MH: (Grinst) Zuhause in der Welt, aber daheim sind wir natürlich für immer im bayerischen Rosenheim. Hier sind wir trotz allem sehr stark verwurzelt.

Q: Was fasziniert sie an Bayern und Rosenheim im Vergleich zu anderen Städten und Ländern?

MH: Bayern und auch Rosenheim sind unvergleichlich. Die Wirtschaft, die Natur, die Menschen. Oder auch die Redensart, der bayerische Konjunktiv. Auf meiner letzten Geschäftsreise in Armenien habe ich mir abends im Hotel Gerhard Polt angehört. Der sagt die Wahrheit über Bayern – und allein das ist wahnsinnig lustig.

Q: Wo steht Komar in zehn Jahren?

SKH: Es ist klar, dass wir weiter Fototapeten entwerfen und herstellen. Wir haben im letzten Jahr einen Umsatzzuwachs verzeichnen können. Im Online-Handel sind wir auf einem sehr positiven Weg mit kontinuierlich wachsenden Verkaufszahlen. Daran wollen wir weiter anknüpfen.

MH:  Mitte Februar 2019 haben wir in der Produktionsstätte in Kolbermoor eine Xeikon 3500 Rollendigitaldruckanlage einschließlich Lackwerk und Tapetenwiederaufwickler zu unserem Portfolio an Produktionsmaschinen hinzugefügt. Dies war eine sehr zukunftsorientierte Entscheidung. Unsere Kunden erwarten immer mehr Individualisierung und eine speziell auf ihre Wünsche ausgerichtete Fertigung. Die Auswahl unserer Designs und Größen wächst und wächst. Auch hier wollen wir anschließen, um den Weg für eine positive Zukunft zu ebnen.

Q: Frau Komar-Häusler, Herr Häusler, vielen Dank für das Gespräch und Ihre Zeit.

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